Landbau in Harmonie dank

Biodynamie & Permakultur

Menschen handeln als Mittler zwischen Erde und Kosmos. Aus einer Naturlandschaft entsteht eine Kulturlandschaft. Eine Landbaukultur prägt die Landschaft, die dort lebenden Menschen und letztendlich das Land an sich. Die Verantwortung liegt also nicht nur darin, einen Betrieb wirtschaftlich zu führen, es ist gleichermaßen eine kulturelle und kreative Aufgabe zu erfüllen. Permakultur, die Verknüpfung der Begriffe „permanent“ und „agriculture“ bedeutet nicht mehr und nicht weniger als eine dauerhaft tragfähige Landwirtschaft. Natürliche und naturnahe Ökosysteme, aber auch die Art und Weise, wie indigene Völker mit ihren Ressourcen umgehen sind hier das Vorbild. In der Permakultur orientieren wir uns an natürlichen Systemen für die Etablierung eines dauerhaften und stabilen Landnutzungssystems. Grundprinzip ist ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften mit allen Ressourcen.


Permakulturen sind kleine Paradiese auf Erden. Unser Umstieg 2006 auf Biodynamie bleibt eine Investition in Lebensqualität & Unabhängigkeit.

Ziel ist die Gestaltung des Wirtschaftsraumes nach dem Vorbild eines eigenständigen Individuums. Es gilt eine möglichst große Vielfalt auf dem Hof aufzubauen, zu erhalten und zu erweitern. Der Betrieb sollte so weit wie möglich in der Lage sein, den eigenen Bedarf an Dünge- und Hilfsmitteln selber herzustellen. Als »Organe des Hofes« werden die Bereiche der Landwirtschaft gesehen (Ackerbau, Viehhaltung, Gemüse- Obst- und Weinbau, aber auch Hecken, Wald, Feucht- und Trockenbiotope, Wildniszonen, Obst- und Mulchwiesen, Regenwasseranlagen, Komposthaufen, Gewächshaus, Kräuterterrassen, Bienenhaus, Hühnergehege, Schafstall, Frühbeet, Photovoltaikanlagen, Gemüse- Obstlager usw.

PLO_lydiaherbst

Biodynamie für nachhaltigen Weinbau

Der Umstieg 2006 auf Biodynamie bleibt eine Investition in Lebensqualität & Unabhängigkeit. Die Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit gelingt uns durch Hornmist, Flade, Hornkiesel sowie die ebenfalls auf Rudolf Steiner basierenden biodynamischen Kompostpräparate. So halten wir unsere Böden und Pflanzen mittels Kompost- Mulch- und Präparatewirtschaft wie auch gezielter Einsaaten fruchtbar. Unsere Weingärten bleiben durch selbst erzeugte Kaltauszüge, Tee`s, Verjauchungen, Extrakte und Kompostauszüge gesund und vital. Wir erleben in unserem täglichen Handeln & Tun dass es möglich ist, Weinbau und Landwirtschaft aus sich heraus zu betreiben. Einfluss natürlicher Rhythmen – auch der Einfluss der kosmischen Rhythmen (Jahreszeiten, Mondrhythmen, der Rhythmus des Tages, Bewegungen der Planeten etc.) – werden beachtet und ihr Einfluss in den Vorträgen des landwirtschaftlichen Kurses beschrieben. Im Zusammenhang betrachtet können die kosmischen Einflüsse durch einen gesunden Boden besser funktionieren und so auf die Pflanzen übertragen werden. Feinfühlig & feinstofflich empfänglich werden nicht nur wir – auch unsere Böden, Pflanzen und Tiere reagieren zunehmend positiv auf wohlwollende Beeinflussungen aus dem Kosmos.

Permakulturelle Gestaltungsgrundsätze & Systemelemente

Immer wieder entstehen am Rosenberg schöne neue Platzerln, die meist in die Tiefe gehend mit Totholz, kompostierfähigem Materialien wie Gras, Laub, Stauden und Mist aufgebaut werden. Schön unordentlich, vielfältig, belebt und arbeitsextensiv bepflanzt mit verschiedensten mehrjährigen Blumen, Fruchtbäumen Stauden, Gemüsepflanzen und Kräutern. Bei uns wird experimentiert, gehegt und gepflegt, gegossen, Bodenleben gefördert, gemulcht, abgedeckt, umgearbeitet, gehauen, gelockert, gebangt und geerntet – samt anschließender Verwertung und Konservierung. Das bringt Freude, Kreativität, körperliche Ertüchtigung ins Leben und inspirierenden Austausch mit Gleichgesinnten als zusätzlicher Lohn für viele intensiv angeregte investierte Stunden. Vermehrt werden Flächen extensiviert und der Natur überlassen. Freude – unsere Nachbarn leben dies auch!